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18. Deutscher Orchestertag

24. JAN 2021 - 25. JAN 2021 | BERLIN
Veranstalter: Deutscher Orchestertag GmbH

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Kongress, Symposium, Tagung Sinfonie- / Kammerorchester Kulturmanagement / Öffentlichkeitsarbeit Musikwirtschaft Themenübergreifende Angebote

Beschreibung

DER DEUTSCHE ORCHESTERTAG

WAS IST DAS EIGENTLICH UND WARUM ÜBERHAUPT?

Vom Kaffeekränzchen zum größten Branchentreffen Europas. Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Kaffeekränzchen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz existiert immer noch. Auch die inoffiziellen, informellen Treffen der deutschen Orchestermanager in Norddeutschland („Labskaus“) oder Hessen („Familie Hesselbach“) - um nur einige zu nennen - finden noch statt. Was so geheimbündisch-fantasievoll klingt, bewies sich als Think-Tank der deutschen Kulturorchester. Was ursprünglich als regionales Treffen abseits der Gremienarbeit des Deutschen Bühnenvereins initiiert wurde und dem Erfahrungs- und Gedankenaustausch der Intendanten, Orchesterdirektoren und -Geschäftsführer dienen sollte, entwickelte sich zum Partner des Arbeitgeberverbandes.

Ausgang fand die lose und unverfasste Zusammenrottung der Orchestermanager in NRW, als einige Kollegen/innen, die einen individuellen Austausch über die Widrigkeiten des Alltagsgeschäfts pflegten, meinten, dass es ja wohl allen Orchestermanagern so gehen müsse und eine erste Begegnung in Herford ansetzten. So entstand das Kaffeekränzchen. Damals ging es vor allem um einheitliche Vorgehensweisen in der Umsetzung des Tarifrechts insbesondere da, wo dieses Gestaltungsspielräume lässt. Die nicht zuletzt gewerkschaftlich gut vernetzten Musiker vermochten es immer wieder, ihren Informationsvorsprung - oder vielmehr das Informationsdefizit ihres Managers - zum eigenen Vorteil auszunutzen („ im Nachbarorchester bekomme ich aber mehr“). Nach und nach entwickelten sich diese Treffen zu starken Partnern des Bühnenvereins, in denen die Orchester gemeinsame Standards vereinbarten, Rückmeldung aus der Orchesterarbeit gaben und Anregungen zur Reform des TVK erarbeiteten.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren diese Treffen noch unverfasste, häufig nicht einmal protokollierte Begegnungen, die regional eingegrenzt waren. Gleichzeitig waren mittlerweile in fast ganz Deutschland derartige Konferenzen etabliert. Es war das Jahr 2002, als bei einer ersten Zusammenkunft zweier Regionalgruppen von mir die Idee einer bundesweiten Konferenz ins Spiel gebracht wurde, für die ich spontan den Namen Deutscher Orchestertag erfand.

Es fand sich eine Gruppe von 8 Kollegen/innen, unter ihnen eine Referentin des Deutschen Bühnenvereins, zusammen, die den unternehmerischen Mut aufbrachten, unter Einsatzes ihres eigenen Taschengeldes eine Firma zu gründen und das volle wirtschaftliche Risiko privat zu tragen. Und das ganze ehrenamtlich. Und neben dem eigentlichen Beruf. Themen mussten erdacht werden, Tagungsort, Verpflegung, Referenten organisiert und bezahlt und Aussteller geworben werden, die mit ihren Standgebühren das Projekt finanzieren sollten. Und natürlich: Teilnehmer. Würden wir es schaffen, fast alle deutschen Orchestermanager zu interessieren? Etwas mulmig wurde uns schon. Und die Anmeldestände fast täglich abgefragt. Und viel telefoniert („Wollen Sie nicht doch kommen? Sie sind noch nicht angemeldet.“). Dieser Mut, aber auch das Nachschießen privaten Geldes in den ersten Jahren wurde belohnt: Im 10. Jahr arbeitet der DOT nunmehr kostendeckend. Nahezu alle deutschen und einige österreichische und Schweizer Orchester sind vertreten, viele Aussteller kommen regelmäßig, da sie den Wert der kontinuierlichen Präsentation erkannt haben und wissen, dass sie hier ihre Zielgruppe konzentriert versammelt vorfinden, und der Deutsche Bühnenverein ist ein wichtiger und enger Partner geworden.

Renommierte Dirigenten würdigten den DOT als Schirmherrn, Kulturpolitiker, Fachleute aus dem In- und Ausland, Journalisten, Gewerkschaftsverteter beteiligten sich als Referenten und Diskutanten, Fort- und Weiterbildungsangebote für das tägliche (Krisen-) management komplettierten die Orchestertage. Und eines kam selbstverständlich nie zu kurz: die Begegnung und der Austausch. Der Deutsche Orchestertag ist in dem Land ist der immer noch größten Dichte und Anzahl an Orchestern das größte Branchentreffen Europas.

Dieser Erfolg motiviert und spornt an, den Orchestertag als Dienstleister für das Orchestermanagment jedes Jahr weiter zu entwickeln und zu verbessern.

Veranstaltungsort

Umweltforum in Berlin
Pufendorfstraße 11
10249 Berlin

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